Versorgungsformen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Ulrich Schirrmann   

   Neue Versorgungsformen?

Ich habe mich bewust für das Fragezeichen hinter Versorgungsformen entschieden. Neu sind die nachfolgenden Versorgungsformen sicher nicht, den in der DDR waren die sogenannten Polikliniken gang und gebe. Nach der "Wende" sind sie dann unserem System weitgehenst zu Opfer gefallen. Um so schöner ist es, dass der Gedanke nun erneut belebt wird.

 

Der strukturelle Wandel im Gesundheitswesen soll starre Versorgungsstrukturen und die Abschottung der unterschiedlichen Leistungsbereiche durchbrechen und durch eine Vielzahl von Versorgungsmodellen ersetzen, in denen Patientinnen und Patienten die jeweils auf ihren individuellen Bedarf ausgerichteten Leistungen erhalten.

In Medizinischen Versorgungszentren (MVZ), im Rahmen von Hausarztmodellen, strukturierten Behandlungsprogrammen (Disease Management Programme - DMP), der Integrierten Versorgung und der ambulanten Behandlung in Krankenhäusern arbeiten Ärztinnen und Ärzte mit Kollegen anderer Disziplinen zusammen. Sie kooperieren auch mit Pflege und Rehabilitation sowie mit anderen Gesundheitsberufen. Sie behandeln Patientinnen und Patienten qualitätsgesichert und in vernetzten Strukturen. Transparenz und Wissen machen Mehrfachuntersuchungen überflüssig.

Der Facharzt kann jederzeit nachvollziehen, was der Haus- oder der erstbehandelnde Arzt schon unternommen hat. Mit den besonderen Versorgungsformen werden medizinische Leistungen in hoher Qualität und mit größtmöglicher Effizienz erbracht - und sie orientieren sich dabei noch stärker an den Bedürfnissen von Patientinnen und Patienten.

Aktualisiert ( Freitag, 22. Oktober 2010 um 12:35 )
 
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