Kreta Informationen
| Wie
man heute weiß, existierte das Zentrum der ersten griechischen
Kultur ( seit Ende der Jungsteinzeit) nicht auf dem griechischen Festland
sondern in Knossos und anderen Orten auf Kreta, in manchen Mythen auch
Geburtstätte des Zeus genannt.
Die minoische Kultur (benannt nach König Minos) fand auf Kreta ihren Ursprung. Die Entdeckung des Palastes des König Minos in Knossos, Anfang 1900, mit Fresken aristokratischer Jünglinge und Mädchen, einem erstaunlich leistungsfähigen Abfluß- und Beleuchtungssystem, den unterirdischen Kammern, den seltsamen Schlangengöttinen und dem Sport der Stiertänze wird von vielen für bedeutsamer als die Entdeckung Trojas gehalten. Die Verwendung von Metallen, hauptsächlich Bronze (um 2000 v. Chr.) ermöglichte das Schneiden von Stein und damit den Bau der großen Paläste. Zwei bekannte Gestalten der griechischen Mythologie, die mit Kreta in Verbindung gebracht werden sind Daidalos und sein Sohn Ikarus. Mit einer Landfläche von ca. 8.300 qkm ist Kreta die fünftgrößte Insel im Mittelmeer. Die Insel ist in vier Verwaltungsbezirke unterteilt: Chania im Westen, Rethymno und Heraklio in Zentralkreta und Lassithi im Osten. Die ca. 600.000 Einwohner Kretas halten sehr an ihren uralten Traditionen fest, sind aber weltoffen, an Neuem interessiert, sehr gastfreundlich und feiern sehr gerne. Kretas Landschaften sind von Bergen, Schluchten, Hochebenen und Höhlen geprägt. Es gibt vier Hochgebirgsmassive: das Ida-Gebirge (2.456m) in Zentralkreta, die weißen Berge (2.452m) im Westen, das Dikti-Gebirge (2.148m) und das Sitia-Gebirge (1.476m) im Osten. Die spektakulärste der vielen Schluchten ist die Samaria-Schlucht. Mit einer Länge von 18 km ist sie die größte Schlucht Europas. Ebenso vielfältig wie Kretas Gebirgszüge sind auch die Küstengebiete. Von 1.047 km Küstenlänge sind 155 km Sandstrände, wobei die meisten an der Nordküste liegen. An der Südküste fallen die Küstengebiete steil in das libysche Meer ab, bilden aber kleine Buchten und Badestrände. Allgemein sind die kretische Flora und Fauna für ihren Artenreichtum bekannt. Das Klima und die Geographie haben eine große Anzahl unterschiedlicher Pflanzen und Tiere hervorgebracht, die ausschließlich auf dieser Insel zu finden sind. Im übrigen bietet Kreta ein für das Mittelmeer typisches Erscheinungsbild. Da es auf Kreta keine Bodenschätze gibt, hat sich auch keine nennenswerte Industrie entwickelt. Mehr als die Hälfte der Landbevölkerung lebt bis heute von der Bewirtschaftung kleiner Felder oder von der Zucht von Schafen, Ziegen, Schweinen und Geflügel. Zunehmend an Bedeutung gewinnt seit ca. zwanzig Jahren auch der Tourismus, der sich inzwischen neben der Landwirtschaft zum wichtigsten Erwerbszweig der Insulaner entwickelt hat. |