Lexikon

Mit unserem Lexikon versuchen wir, einige Begriffe aus dem Bereich der Pflege und Gesundheit in eine verständliche Form zu bringen. Zu den Nebenwirkungen befragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker oder wenden Sie sich an einen Pflegdienst in Ihrer Nähe, der Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite steht. Sollten Sie Begriffe vermissen - wir nehmen Ihre Vorschläge gerne entgegen.

 
Adipositas Allergie Angehörigenarbeit
Anus praeter Apoplexie Arterieosklerose
Atemwegserkrankungen
Basale Stimulation
Cholesterin
Dekubitus Demenz Diabetes mellitus
Dialyse
Epilepsie
Fettstoffwechsel Freie Radikale
Geriatrie Gerontologie Gicht
Gürtelrose
Herzinfarkt Hypertonie
Immunsystem Inkontinenz
Magenbeschwerden Mangelernährung Mangelerscheinungen
Morbus Bechterew Multiple Sklerose
Nierenerkrankungen
Onkologie
Pankreas Paraplegia Parkinson
Qualitätssiegel
Schluckstörungen Sterbebegleitung Stoma 
Tracheostoma Tremor
Ulcus
Venenleiden Verstopfung
Wechseljahre

 
 
 
 
 
Adipositas -  (Fettleibigkeit, Übergewicht
Eine Sekunde im Mund - ein Leben lang auf den Hüften??

Die  Aussage, Übergewicht sei ausschließlich eine Folge selbstverschuldeter Freßsucht, ist ein weitverbreitetes Vorurteil und trifft nicht  zu. Das Körpergewicht des Menschen hängt auch von zahlreichen, ineinandergreifenden Mechanismen des Körpers, dem genetischen Profil des Menschen sowie der Art seiner Streßbewältigung ab. 

Mit Diäten, Wunderpillen, Diäten mit medikamentöser Behandlung und - last but not least - operativen Eingriffen versucht man den Pfunden zu Leibe zu rücken. Diäten, die einen dauerhaften, insbesondere schnellen Erfolg versprechen, sollte man mit einer gesunden Skepsis begegnen. Sie halten nicht  was sie versprechen und bergen gesundheitliche Risiken in sich. Mit gelegentlichen, sogenannten Null- oder FdH-Diäten läßt sich zwar eine Gewichtsabnahme realisieren, allerdings zeigen nicht nur Studien, daß der Erfolg nicht lange anhält.

Einen dauerhafteren Erfolg erzielt man mit klassischen Reduktionsdiäten, d.h. ausgewogene Ernährung mit einer Kalorienzufuhr von ca. 1500 kcal/täglich in Kombination mit körperlichen Aktivitäten oder Verhaltenstherapien. Bevor Sie mit einer Diät beginnen, sollten Sie Ihren Arzt um seinen Rat fragen. s. auch Mangelernährung, Ernährung
 

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Allergie
Eine Allergie ist im Prinzip nichts anderes als eine Reaktion des Immunsystems auf das Eindringen eines körperfremden Stoffes. Allerdings werden in diesem Fall vom Abwehrsystem Stoffe als gefährlich eingestuft, die es gar nicht sind - also zum Beispiel Blütenpollen, Hausstaub oder auch bestimmte Nahrungsmittel. Folglich produziert das Immunsystem nun Antikörper gegen diese Stoffe - allerdings viel mehr als zu einer normalen Abwehrreaktion nötig wären. Damit wird der Körper nicht immun gegen den Erreger, sondern im Gegenteil übersensibel, d.h., die Überreaktion des Abwehrsystems löst die typischen Allergiebeschwerden wie Hautallergien, Schwellung der Bindehaut und der Nasenschleimhaut, Reizhusten, allergischen Durchfall oder Atembeschwerden bis hin zu dadurch bedingten Atemwegserkrankungen, z.B. allergische Asthmaanfälle, erst aus.

Wenn man den Verdacht hat, daß eine Allergie vorliegt, so ist es sinnvoll, einen Facharzt  aufzusuchen, der durch einen Allergietest ermittelt, ob es sich wirklich um eine Allergie handelt - und wenn ja, auf welche Stoffe man allergisch reagiert.

Die einfachste Behandlung besteht darin, das auslösende Allergen konsequent zu meiden. Nur läßt sich dieser gutgemeinte Rat meist nicht in die Tat umsetzen, weil man vielen Allergenen, so zum Beispiel dem Hausstaub, einfach nicht entgehen kann. In diesen Fällen kann eine sogenannte De- oder Hyposensibilisierung helfen, bei der der Arzt versucht, den Patienten langsam an den Stoff, der die Allergie auslöst, zu gewöhnen, so daß es dann im Lauf der Zeit nicht mehr zu einer solch überschießenden Reaktion des Abwehrsystems kommt.

Darüber hinaus gibt es heute auch gut wirksame Medikamente, die zwar nicht gegen die Allergie an sich helfen, aber die durch sie bedingten Beschwerden deutlich reduzieren. Welche Behandlung im Einzelfall die richtige ist, muß mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

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Angehörigenarbeit
Angehörigenarbeit - Einbindung der Angehörigen in  Pflegemaßnahmen, Pflegeunterweisung etc. 
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Anus praeter 
Anus praeter - künstlicher Darmausgang
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Apoplexie
Apoplexie - Schlaganfall, Gehirnschlag (apoplexia cerebri), im weiteren Sinn plötzliche Durchblutungsstörung - Blutung oder Ischämie - in einem Organ oder Körperhöhle, resultiert aus Gefäßverschluß oder Gefäßruptur mit Gehirnblutung.
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Arterienverkalkung (Arteriosklerose)
Arterienverkalkung (Arteriosklerose) entsteht hauptsächlich durch langsam fortschreitende Ablagerung von Kalk und Cholesterin an den Gefäßinnenwänden. Dies führt dazu, dass die Gefäße sich verengen und die Gefäßwände unelastischer werden. Dadurch kann das Blut nicht mehr ungehindert durch die Arterien fließen und die Versorgung der Organe mit Sauerstoff ist nicht mehr sichergestellt. Besonders betroffen sind meist die Beine, das Gehirn und das Herz. Oft besteht ein Zusammenhang zwischen Arterienverkalkung und Bluthochdruck oder Herzkrankheiten. Das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall, usw. wird durch Arterienverkalkung erhöht. 
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Atemwegserkrankungen
Atemwegserkrankungen - Unter diesem Begriff werden recht verschiedene Krankheiten zusammengefaßt. Relativ häufig wird eine Atemwegserkrankung durch einen Infekt - insbesondere bei geschwächten Abwehrkräften hervorgerufen, ebenso ist eine Allergie oft die Ursache. Aber auch mit Asthmaanfällen einhergehende Erkrankungen oder eine chronische Bronchitis können für die Beschwerden verantwortlich sein. Wodurch das Krankheitsbild im einzelnen ausgelöst wird, muß von einem Facharzt durch entsprechende Untersuchungen abgeklärt werden.

Die ersten Anzeichen für eine Erkrankung der Atemwege sind, unabhängig vom Auslöser, meist recht ähnlich. Die Betroffenen leiden unter hartnäckigen, immer wiederkehrenden Hustenanfällen, ähnlich einem Reizhusten, manchmal auch unter mehr oder weniger starker Atemnot. Bei größeren Anstrengungen, wie zum Beispiel beim Radfahren, Treppensteigen oder schnellen Laufen, ist dies besonders ausgeprägt.

Sind die Hustenanfälle mit schwerer Atemnot verbunden, leidet der Patient zusätzlich oft unter Angstgefühlen, weil er glaubt, keine Luft mehr zu bekommen und ersticken zu müssen. Für nicht wenige ist die normale Lebensführung und Berufsausübung dadurch erschwert, manchmal sogar unmöglich.

Prinzipiell sollte die Behandlung einer Atemwegserkrankung von einem erfahrenen Facharzt eingeleitet werden. Werden die Beschwerden durch eine Allergie ausgelöst, ist oberstes Gebot, das reizauslösende Allergen zu meiden. Bei chronischer Bronchitis und Asthma ist - wie bei fast allen Atemwegserkrankungen - eine Therapie mit Medikamenten nicht zu umgehen. Dabei ist es wichtig, daß die verordneten Medikamente pünktlich und regelmäßig eingenommen werden. Für den Notfall sollte außerdem ein Dosieraerosol immer griffbereit sein.

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Basale Stimulation
Basale Stimulation - Pflegerische Möglichkeiten zur Förderung wahrnehmungs- beeinträchtigter Menschen: Durch lange Phasen von Schmerzen, Bettlägerigkeit, Abhängigkeit, fremde Umgebung etc. verändern sich die Orientierungspunkte der Betroffenen. Die Kommunikation wird drastisch reduziert und die Patienten ziehen sich in die Isolation zurück. 

Die Folgen sind Verwirrtheit, Aggressionen oder ein Zustand des Dahindämmerns. Mit wiederholten, gezielten Reizen (z.B. audivisuelle Informationen wie Bilder, Farben, Stimmen, Geräusche, Musik, sowie Geschmack- und Geruchsangebote) soll dem entgegengewirkt und die Wahrnehmung für den eigenen Körper angeregt werden.

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Cholesterin
Cholesterin ist ein Blutfett  bzw. eine fettähnliche Substanz, die der Körper produziert, um daraus Hormone und andere körpereigene Stoffe zu bilden. 

Ein hoher Cholesterinspiegel kann durch überschüssige Produktion im Körper (Fettstoffwechsel-Störung) oder durch zu hohe Cholesterinaufnahme mit der Nahrung entstehen. Zur Erhöhung des Cholesterinspiegels tragen auch Übergewicht, Veranlagung und Bewegungsmangel bei. Aus der Einlagerung von Cholesterin in den Arterienwänden kann eine Arteriosklerose entstehen. Insbesondere für das Herz ergeben sich lebensgefährliche Folgen. Werden die Arterien blockiert, bekommt das Herz nicht genügend Sauerstoff. Im schlimmsten Fall führt das zum Herzinfarkt und sogar zum Tod.

Man unterscheidet das "gute" HDL-Cholesterin (High-Density-Lipoprotein) und das "böse" LDL-Cholesterin (Low-Density-Lipoprotein). Das LDL-Cholesterin setzt sich in den Gefäßen fest und verengt diese. Das HDL-Cholesterin kann es wieder entfernen, weil es das LDL-Cholesterin bindet und zur Leber transportiert; daher auch der Name "gutes" Cholesterin. 
 

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Dekubitus 
Dekubitus - (dt. das Aufliegen) Hauptursache für das Entstehen ist die Immobilität: Durch z.B. längere oder dauerhafte Bettlägerigkeit entsteht ein anhaltender Druck auf die belasteten Körperregionen. Dadurch entsteht eine Minderdurchblutung des Gewebes und ein Absterben der Körperzellen.

Der Dekubitus wird in vier Stadien eingeteilt:

  • Hautrötung mit intakter Epidermis (=obere Hautschicht)
  • defekte bzw. geschädigte Epidermis ( Druckgeschwür)
  • Druckgeschwür durch alle Hautschichten bis hin zum  Bindehautgewebe
  • Geschwür bis auf den Knochen mit evtl. Knochen-, Knochenhautentzündung
Auf Therapien hier und im folgenden werden wir nicht eingehen, daß bleibt den Ärzten und Pflegediensten vorbehalten. Es gibt zur Unterstützung der Therapien   (z.B.Wundversorgung, Druckentlastung, Hautpflege, Ernährung etc.) zahlreiche Hilfsmittel, auf die wir an anderer Stelle aber noch eingehen.
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Demenz
Demenz  -  Bis zu einem gewissen Maß ist ein Nachlassen der Leistungsfähigkeit des Gehirns normal, denn wie der gesamte Körper, altert auch das Gehirn. Wenn also hin und wieder einmal etwas vergessen oder verlegt wird, so muß das nicht heißen, daß eine echte Hirnleistungsstörung vorliegt. Wird allerdings die Tendenz beobachtet, daß Erinnerungslücken immer häufiger auftreten und der Betroffene oftmals gar nicht mehr registriert, daß er etwas vergißt, sollte eine genaue ärztliche Untersuchung erfolgen. Denn gerade bei Hirnleistungsstörungen gilt: Je früher sie erkannt werden, um so besser kann man ihnen entgegenwirken.

Es gibt viele verschiedene Namen für die im Grunde gleiche Grunderkrankung:

  • Senilität
  • Verkalkung
  • Durchblutungsstörung
  • Hirnorganisches Psychosyndrom
  • Hirnleistungsstörung
  • Alzheimer
Das erste, allerdings noch völlig unspezifische Anzeichen einer beginnenden Hirnleistungsstörung kann eine ständig zunehmende Vergeßlichkeit sein. Meist ist aber gleichzeitig auch das soziale Verhalten betroffen. Der Erkrankte nimmt immer weniger Anteil an seiner Umwelt und stellt seine früheren Tätigkeiten fast völlig ein. Die Angehörigen beschreiben das oft so, daß ihnen der ältere Mensch "irgendwie teilnahmslos und verändert" erscheint.

Eindeutiger wird die Sache, wenn noch gravierendere Symptome auftreten. Dazu zählen unter anderem Gedächtnisschwierigkeiten, die so groß sind, daß der normale Tagesablauf nicht mehr allein bewältigt werden kann. Viele Betroffene verlieren völlig die Orientierung, wissen nicht mehr, wo sie sind, haben kein Zeitgefühl mehr und erkennen manchmal die nächsten Angehörigen nicht wieder. In Einzelfällen können sogar Wahnvorstellungen auftreten. Entsprechend schwierig ist dann meist auch der Umgang mit den Patienten. Eine besonders schwere Form der Hirnleistungsstörungen stellt die Alzheimer-Erkrankung dar.

In nur etwa zehn Prozent aller Fälle werden Hirnleistungsstörungen durch bereits bestehende Erkrankungen, wie zum Beispiel Stoffwechselerkrankungen, Hirntumoren, Vergiftungen oder ähnliches, ausgelöst. In diesen Fällen bildet sich die Hirnleistungsstörung zurück, wenn die Grunderkrankung erfolgreich behandelt wird.

In den meisten Fällen ist die Hirnleistungsstörung jedoch auf einen Abbau der Nervenzellen im Gehirn zurückzuführen. Schuld daran sind Eiweißablagerungen zwischen den Nervenzellen des Gehirns. Als Folge sterben die funktionstüchtigen Zellen ab. Die Menge chemischer Substanzen, sogenannte Neurotransmitter (Botenstoffe), die Informationen zwischen den Hirnzellen übermitteln und Enzyme, die diese Botenstoffe auf- und abbauen, verringern sich.

Wer an sich selbst oder bei einem Angehörigen Anzeichen einer zunehmenden Vergeßlichkeit oder Persönlichkeitsveränderung bemerkt, sollte in jedem Fall einen Arzt aufsuchen, denn mit einer geeigneten Therapie sind Hirnleistungsstörungen, insbesondere im Anfangsstadium, durchaus erfolgreich zu behandeln. Es gibt heute Medikamente, die bei regelmäßiger Einnahme das Fortschreiten der Erkrankung verzögern können. Wichtig sind auch eine vitaminreiche, ausgewogene Ernährung sowie eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme. Denn Mangelzustände können die bereits vorhandenen Symptome deutlich verstärken. Daneben kann aber auch der Betroffene selbst eine ganze Menge tun, um die Leistungsfähigkeit seines Gehirns zu verbessern. 

Morbus Alzheimer ist eine dementielle Erkrankung mit Degeneration des Gehirns (kein normaler Alterungsprozß sondern eine Erkrankung der Hirnnervenzellen, deren Kontaktfähigkeit untereinander zerstört wird.

Morbus Alzheimer ist bei Beginn selbst von Ärzten schwierig festzustellen, da oft eindeutige Symptome fehlen. Die Alzheimer Krankheit zählt immer noch zu den unheilbaren Krankheiten des Gehirns und führt nach wenigen Jahren zu schwerster Pflegebedürftigkeit und Tod (infolge Immunschwäche). 

Erste Anzeichen sind i.d.Regel:

  • Vergessen von kurz zurückliegenden Ereignissen
  • Orientierungsprobleme in vertrauter Umgebung, Zeit
  • Probleme bei der Ausführung gewohnter Tätigkeiten
  • Schwierigkeiten beim Treffen von Entscheidungen
  • Verlust der Kommunikationsfähigkeit - gestörtes Mitteilungsvermögen und Sprachunfähigkeit, d.h. Schwierigkeiten bei der Wortfindung und Ausdruck
  • erhöhte Passivität 
  • Veränderungen in Motorik und Körperhaltung, Geschicklichkeit, Bewegungsabläufen, der äußeren Erscheinung, Persönlichkeit 
Die Anzeichen verstärken sich. Eine selbständige Lebensführung ist nur noch mit erheblichen Einschränkungen und mit Unterstützung anderer möglich: 
  • Probleme bei Alltagsverrichtungen, z.B. beim Ankleiden, Essen, im Bad
  • Vergessen von Namen bekannter Personen
  • Sinnestäuschungen
  • Inkontinenz 
  • Schluckstörungen 
  • Krampfanfälle
Die Symptome nehmen soweit zu, daß eine selbständige Lebensführung nicht mehr möglich ist. Im Endstadium kommt es zu einem völligen Verfall der körperlichen Kräfte, Bettlägerigkeit und Tod, meistens aufgrund einer Lungenentzündung.

 

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Diabetes mellitus
Diabetes mellitus ist eine Stoffwechselstörung, die zu erhöhten Blutzuckerspiegeln führt. Der Grund ist Insulinmangel oder eine mangelhafte Wirkung des Insulins. 

Normalerweise sorgt dieses in der Bauchspeicheldrüse gebildete Hormon dafür, daß sich der Blutzuckerspiegel stets auf einem optimalen Niveau einpendelt. Man unterscheidet grundsätzlich zwei Formen der Zuckerkrankheit: Diabetes Typ I (insulinpflichtig) und Diabetes Typ II (früher: Altersdiabetes, weil er in der Regel ab dem 50. Lebensjahr auftritt). 

Am weitesten verbreitet ist der Diabetes Typ II. Rund 95 Prozent aller Diabetiker leiden an dieser Form der Erkrankung. Die Ursache ist ein relativer Insulinmangel. Zwar produziert der Körper eine ausreichende Menge an Insulin, die spezifischen Andockstellen für das Hormon in Muskel-, Fett- und Leberzellen sind jedoch defekt. So verpufft die Wirkung und der Blutzuckerspiegel steigt zwangsläufig an. Die Folge kann sein, daß die Produktion von Insulin zunimmt, um den Blutzuckerspiegel doch noch absenken zu können (insulinunabhängiger Typ II Diabetes) oder daß die Inselzellen durch die Dauerbelastung erschöpfen und kaum noch Insulin bilden. In diesem Falle muß das Hormon früher oder später regelmäßig medikamentös zugeführt werden (insulinpflichter Typ II Diabetes).

Überflüssige Pfunde sollten Zuckerkranke nach Möglichkeit vermeiden. Es ist seit langem bekannt, daß Übergewicht einer Reihe folgenschwerer Erkrankungen Vorschub leistet: Die wichtigsten Beispiele dafür sind Bluthochdruck, Störungen im Fettstoffwechsel und der Typ-II-Diabetes. 

Erreichen die Betroffenen durch Umstellung der Ernährungsweise wieder ein normales Gewicht, schwinden ihre Beschwerden oft auch ohne Medikamente. Wenn Diabetiker abnehmen sollen, fällt dies erfahrungsgemäß leichter, wenn der Fettanteil in der täglichen Nahrung gesenkt und auf Alkohol verzichtet wird. Außerdem sind gerade für zuckerkranke Menschen sportliche Aktivitäten grundsätzlich wünschenswert. Denn: Bei der Behandlung der Zuckerkrankheit ist die Tatsache von Bedeutung, daß regelmäßige Muskelarbeit einen günstigen Einfluß auf den Stoffwechsel des Diabetikers hat. Ein tägliches Quantum körperlicher Arbeit und Bewegung kann daher die Behandlung wesentlich unterstützen.

Solange Diabetiker ein normales Körpergewicht auf die Waage bringen, sehen Ernährungsexperten keinen Anlaß mehr, eine tägliche Kalorienmenge nach maßregelnden Tabellen vorzuschreiben: Gesunde Ernährung ersetzt heute weitgehend strikte Diätregeln. Der beste Regulator ist der natürliche Appetit. Insgesamt sollen Diabetiker etwa die Hälfte der Nahrungsenergie über Kohlenhydrate aufnehmen. Empfohlen wird Gemüse, Hülsenfrüchte und Getreideprodukte, da sie reichlich Vitamine, Spurenelemente und lösliche Ballaststoffe enthalten und den Blutzucker nicht abrupt erhöhen. Ausreichend Kohlenhydrate vor dem Zubettgehen vermeiden das Risiko nächtlicher Unterzuckerung.

Nierenschäden sind mögliche Folgen einer langjährigen Diabetes: Ein hoher Eiweißanteil in der Nahrung soll diese Komplikation begünstigen. Bei fast allen Mineralstoffen wie Natrium, Kalzium, Kalium, Magnesium oder Eisen gelten für Diabetiker dieselben Empfehlungen wie für alle anderen auch.  Mäßige Alkoholmengen – etwa ein bis zwei Glas Wein – können auch Diabetiker bedenkenlos genießen. Allerdings sollte man berücksichtigen, daß Alkohol die Glukosefreisetzung durch die Leber beeinträchtigen kann und so das Auftreten von Unterzuckerungen begünstigt.

weitere Informationen finden Sie unter

www.diabsite.de
 

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Dialyse
Dialyse - Unter dem Begriff "Dialyse" wird im allgemeinen Sprachgebrauch ein Behandlungsverfahren verstanden, das in erster Linie bei Erkrankungen der Nieren Anwendung findet. Dabei wird das Blut außerhalb des Körpers von Stoffwechselprodukten gereinigt und in den Blutkreislauf zurückgeführt.

Eine solche Maßnahme wird notwendig, wenn die erkrankten Nieren über einen begrenzten Zeitraum hinweg oder aber auf Dauer nicht in der Lage sind, die anfallenden Stoffwechselprodukte mit dem Harn auszuscheiden, so daß diese statt dessen im Blut gespeichert werden.

Sehr viele und Interessante Informationen finden Sie unter:

www.kfh-dialyse.de

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Epilepsie
Epilepsie, wie die Fallsucht fachsprachlich bezeichnet wird, ist ein Überbegriff für verschiedene Anfallskrankheiten, die in vielen Fällen mit Muskelkrämpfen oder -zuckungen und Bewußtlosigkeit des Patienten einhergehen. Die Ursache dieser Anfälle liegt an einer Funktionsstörung des Zentralen Nervensystems. Tumore oder Mißbildungen im Gehirn können für einen epileptischen Anfall ebenso verantwortlich sein wie Stoffwechselstörungen und Verletzungen.

Am bekanntesten ist sicherlich der sogenannte Grand Mal, der als der typische epileptische Anfall gilt. Dieser Anfall kommt meist so plötzlich, daß der Patient bewußtlos zu Boden stürzt und die gesamte Körpermuskulatur verkrampft. Anschließend kommt es zu rhythmischen Muskelzuckungen. Dieser Zustand dauert meist ein bis zwei Minuten. Ist die Attacke vorüber, kann sich der Betroffene an nichts erinnern.

Einige Epilepsiekranke bemerken kurz vor Beginn des Anfalls bestimmte Vorzeichen, wie zum Beispiel Flimmern vor den Augen oder Dröhnen in den Ohren, die den Anfall ankündigen.

Das Petit Mal, der kleine Anfall, verläuft je nach Typ völlig uneinheitlich. So kann es bei den sogenannten Absencen, die vorzugsweise bei Jugendlichen vorkommen, zu einer nur wenige Sekunden dauernden Bewußtseinsstörung mit Rückwärtsneigung des Kopfes und Verdrehen der Augen nach oben kommen.

Wie häufig sich epileptische Anfälle einstellen, ist von Patient zu Patient verschieden. Es gibt Menschen, die mehrere Anfälle direkt hintereinander erleiden, bei anderen hingegen kommt es über Monate oder sogar Jahre hinweg zu keinem epileptischen Anfall.

Fachärzte für Neurologie untergliedern die einzelnen Anfallstypen noch einmal sehr differenziert. Steht die Ursache der Anfälle fest, so wird man zunächst versuchen, eine evtl. vorliegende Grunderkrankung (zum Beispiel eine Geschwulst im Gehirn) zu behandeln. Ist eine solche Behandlung nicht möglich oder läßt sich keine organische Ursache für die Anfälle feststellen, so lassen sich mit den heutigen modernen Antiepileptika (Medikamente zur Behandlung von Anfallsleiden) die Anfälle wirksam bekämpfen. Voraussetzung ist allerdings, daß der Patient seine Medikamente absolut regelmäßig einnimmt, auch dann, wenn er anfallsfrei ist. Eine Reduktion der Arzneimittel darf nur unter ärztlicher Aufsicht erfolgen. Unter einer speziell auf den jeweiligen Patienten abgestimmten Behandlung können die Betroffenen ein weitgehend normales Leben führen, ohne ständig Anfälle befürchten zu müssen.
 

Mehr Informationen erhalten Sie:

Informationszentrum Epilepsie

Deutsche Epilepsievereinigung e.V.
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Fettstoffwechsel 
Fettstoffwechsel - Unsere tägliche Nahrung setzt sich aus verschiedenen Nährstoffen zusammen, von denen die wesentlichsten Eiweiße, Kohlenhydrate, Lipide (Fette), Vitamine, Wasser und Mineralstoffe, Spurenelemente und Ballaststoffe sind, wobei die drei zuerst genannten auch als Hauptnährstoffe bezeichnet werden.

Diese Hauptnährstoffe haben eine doppelte Funktion, denn sie sind nicht nur wichtige Energielieferanten, sondern dienen gleichzeitig auch zum Aufbau und zur Erneuerung der körpereigenen Substanzen. Während die Eiweiße vor allem dem Aufbau der Muskulatur, des Blutplasmas und der Enzyme dienen, sind die Kohlenhydrate Energielieferant und Speicherstoff zugleich.

Eine besondere Bedeutung kommt den Lipiden, also den Fetten, zu. Wie die Kohlenhydrate sind sie sowohl Energieträger als auch Speicherstoffe. Bei den Lipiden werden drei große Gruppen unterschieden: die Triglyzeride, das Cholesterin und die Phospholipide.

Lipide sind lebensnotwendig für den Körper, zum einen als sogenanntes Depotfett zur langfristigen Energiereserve, auf die der Körper im Bedarfsfall zurückgreifen kann, aber auch als Organfett, das manche Organe, wie beispielsweise die Nieren in ihrer natürlichen Lage fixiert und gleichzeitig ein schützendes Fettpolster bildet. Daneben enhält auch das Nervengewebe einen hohen Anteil an Lipiden.

Vor allem die Phospholipide und das Cholesterin sind mitverantwortlich für die Stabilität der Zellen. Außerdem sind sie unverzichtbar für die Bildung neuer Membranen bei der Zellteilung.

Darüber hinaus ist Cholesterin eine wichtige Vorstufe für die sogenannten Steroide. Zu diesen Steroiden zählen Sexualhormone, wie zum Beispiel Testosteron, Östradiol und Progesteron, Nebennierenrindenhormone, die Gallensäuren und die Vitamine der D-Gruppe.

Lipide werden entweder mit der Nahrung aufgenommen oder im Körper selbst gebildet. Um diese wasserunlöslichen Fette im Blut überhaupt transportieren zu können, wird eine Art Vehikel benötigt, und das sind die Lipoproteine, die aus Eiweiß und Lipiden bestehen.

Die Aufgabe dieser Lipoproteine ist der Transport der verschiedenen Fette (Cholesterin, Cholesterinester, Phospholipide und Triglyzeride) im Blut. Je nachdem, welche Fette weiterbefördert werden, unterscheiden sich die Lipoproteine. Besondere Bedeutung kommt den Lipoproteinen sehr geringer Dichte (VLDL), den Lipoproteinen geringer Dichte (LDL) und den Lipoproteinen hoher Dichte (HDL) zu. Während die VLDL hauptsächlich Triglyzeride befördern, enthalten die LDL bis zu etwa 80 Prozent Serumcholesterin. Das HDL ist dazu in der Lage, Cholesterin aufzunehmen und in die Leber zu transportieren, wo es dann über die Galle ausgeschieden wird.

Lipoproteine sind also für den Transport der Fette im Körper unbedingt notwendig. Allerdings ist - wie so häufig - auch hier ein Zuviel ungesund. Denn jede sogenannte Hyperlipoproteinämie (= Erhöhung der Lipoproteine im Blutserum), aber auch eine Verschiebung des Verhältnisses von VLDL zu LDL zu HDL erhöht das Risiko, an Arteriosklerose zu erkranken.

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Freie Radikale
Freie Radikale sind kurzlebige, aggressive, sauerstoffhaltige Verbindungen. Sie haben ein freies Elektron und sind daher sehr reaktionsfreudig. Sie entreißen anderen Verbindungen ein Elektron oder geben eines ab, wodurch Kettenreaktionen ausgelöst werden und neue Radikale entstehen. Bestimmte Vorgänge in den Zellen können dadurch gestört und Substanzen, Zellmembranen und die Zellkerne geschädigt werden.

Dies kann die Entstehung von Tumoren, Herz-Kreislauf- Erkrankungen, rheumatischen Erkrankungen, Augenerkrankungen etc. fördern. Auch auf den Alterungsprozeß im Gehirn haben die freien Radikale Einfluß. 

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Geriatrie
Geriatrie -(dt. Altersheilkunde), die Lehre von den Krankheiten älterer Menschen, ihrer Vorbeugung und Behandlung.
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Gerontologie -
Gerontologie - die Lehre  vom Altern d. Menschen. Ihr Ziel ist es, den Prozeß des Alterns hinsichtlich der medizinischen, psychologischen, sozialen und biologischen Zusammenhänge zu diagnostizieren. Gerontologie untersucht und beschreibt die Gesetzmäßigkeiten des Alternsprozesses. Dabei wird zwischen den Begriffen "Alter" (Zustand) und "Altern" (dyn. Prozeß) unterschieden. 

Innerhalb der Alternsforschung wird zwischen fünf Disziplinen unterschieden:

    Geriatrie (Altersmedizin)
    biologische Gerontologie
    Gerontopsychologie
    Gerontosoziologie
    Geragogik (als Bereich der Interventionsgerontologie)
Wissenschaften, die sich mit gerontologischer Forschung befassen sind u.a.: Anthropologie, Biologie, Soziologie, Psychologie, Psychiatrie, Medizin, Pharmakologie, Philosophie, Theologie und Pädagogik.
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Gicht 
Gicht ist eine Stoffwechselerkrankung mit einer stark erhöhten Harnsäurekonzentration im Blut. Gicht ist eine typische Erkrankung der Wohlstandsgesellschaft. Circa 25% der Bevölkerung in Deutschland klagt über erhöhte Harnsäurewerte. Neben erhöhten Cholesterinwerten und Diabetes mellitus ist Gicht eine der am häufigsten vorkommenden Stoffwechselstörungen. Gicht resultiert entweder aus einer angeborenen Stoffwechselstörung oder sie ist eine Begleiterscheinung anderer Erkrankungen. Beide Arten der Gicht können durch äußere Faktoren ausgelöst oder verschlimmert werden. Die Ernährung spielt dabei eine maßgebliche Rolle. Viel Fleisch und viel Alkohol erhöhen das Risiko, an Gicht zu erkranken. 
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Gürtelrose-Erkrankung
Die Ursache einer Gürtelrose-Erkrankung wird meist schon in der Kindheit gelegt. Nach dem ersten Kontakt mit dem sogenannten Varicella--Zoster-Virus bilden sich Windpocken. Ist dieser Infekt abgeklungen, bleiben die Viren in einem nichtaktiven Zustand im Nervengewebe zurück. Infolge verminderter Abwehrkraft des Körpers, z.B. bei Grippe, kann es jederzeit zu einer Reaktivierung der Viren kommen - eine Gürtelrose-Erkrankung (mediznisch: Herpes-Zoster) ist die Folge. 

Die Erkrankung beginnt mit Mattigkeit, Fieber und einer Überempfindlichkeit für sensible Reize, die in juckende oder brennende Schmerzen übergeht. Häufig befällt das Virus die sensiblen Nervenwurzeln im Bereich der Brustwirbelsäule. In gürtelförmiger Verteilung schießen dann z.B. am Rumpf Bläschen in Gruppen auf. Im Gesicht breiten sich die Bläschen im Bereich der Trigeminusnerven aus (Gesichtsrose). Die Rötungen und Bläschen tauchen in den ersten Tagen auf und heilen meist über einen Zeitraum von zwei bis drei Monaten über Verschorfungen wieder ab. Erfolgt keine angemessene Behandlung im Akutstadium, bleibt besonders bei älteren Menschen oft ein Dauerschmerz bestehen. Für diese postzosterische Neuralgie gibt es noch keine Behandlungsmethode.

Für viele ältere Menschen ist die Neuralgie nach der Gürtelrose eine sehr bittere Erfahrung. Die dauerhaften Schmerzen können jedoch meist vermieden werden, wenn der Patient so früh wie möglich in den ersten Tagen nach Ausbruch der Herpes-Zoster-Infektion schmerztherapeutisch behandelt wird.

Die Zerstörung des Nervengewebes und damit eine Neuralgie kann fast immer durch eine frühzeitige Blockade (in den ersten zwei bis vier Wochen) der erkrankten Nervenwurzeln verhindert werden. 

Bei älteren  und immungeschwächten Menschen ist das Auftreten der Gürtelrose-Erkrankung deutlich erhöht. 

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Herzinfarkt
Von einem Herzinfarkt spricht man dann, wenn die Blutversorgung des Herzens so stark gestört ist, daß bestimmte Herzmuskelbezirke aufgrund der Unterversorgung mit Sauerstoff zugrunde gehen. Dies passiert, wenn sich an den Herzkranzgefäßen eiweißartige Stoffe und Blutfette ablagern und so zu Verengungen führen. Heften sich an diesen Engstellen dann außerdem noch Blutplättchen an, so kann dies zu einem Blutpfropf (= Thrombus) und damit zum vollständigen Verschluß der Gefäße führen. Damit ist das Blutgefäß praktisch dicht, die Blutzufuhr zu den von diesen Gefäßen versorgten Herzteilen wird unterbrochen, und der Herzmuskel erhält nicht mehr genug Sauerstoff.

In den wenigsten Fällen kommt es ganz überraschend und ohne vorherige Beschwerden zu einem Infarkt. Meist leidet der Patient schon Tage, Wochen oder sogar Monate vorher unter mehr oder weniger ausgeprägten Angina pectoris-Beschwerden. Zu diesem Krankheitsbild gehören Druckschmerzen hinter dem Brustbein, die bis in Hals, Unterkiefer, Arme und Oberbauch ausstrahlen können. Oftmals verstärken sich diese Schmerzen bei Belastung oder bei Kälte. Wenn man derartige Beschwerden verspürt, ist deshalb eine sofortige, gründliche Untersuchung durch einen Facharzt für Kardiologie (Herzkrankheiten) unbedingt notwendig.

Bei einem akuten Infarkt kommt es zu sehr starken Schmerzen, eine starke Unruhe stellt sich ein, die sich bis zur Todesangst steigern kann. Außerdem leidet der Patient unter Schweißausbrüchen, wobei sich der Schweiß kalt anfühlt.

Relativ selten gibt es auch den sogenannten "stummen" Infarkt, den der Patient selbst gar nicht bemerkt. Dies kommt gelegentlich bei Menschen, die an Diabetes erkrankt sind, vor. Der Infarkt wird dann oftmals erst bei einer späteren Untersuchung festgestellt.

Bei einem Infarkt zählt jede Minute. Je früher ein Patient in die Klinik eingeliefert und behandelt wird, um so besser sind seine Überlebenschancen. Deshalb sollte beim geringsten Verdacht auf einen Infarkt sofort der Arzt gerufen werden.

Es gibt Patientengruppen, z.B. Diabetiker, die aufgrund ihrer Vorerkrankungen ein etwas höheres Risiko haben, einen Herzinfarkt zu bekommen. Personen, bei denen mehrere Risikofaktoren gleichzeitig zusamentreffen, sind extrem gefährdet:  hohe Cholesterinwerte, Bluthochdruck, Rauchen, falsche Ernährung mit zu viel Fett und Zucker, Streß, übermäßiger Alkoholkonsum und u.U. die Einnahme der Anti-Baby-Pille, Zahnentzündungen.

 

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Hypertonie oder Bluthochdruck 
Hypertonie oder Bluthochdruck  liegt vor, wenn bestimmte Werte für den Blutdruck überschritten werden. Hoher Widerstand der Blutgefäße und ein erhöhtes Herzminutenvolumen (Puls x Schlagvolumen) bedingen einen erhöhten Druck. Bei einem Teil der betroffenen Menschen, die unter einem erhöhten Blutdruck leiden, lassen sich organische Ursachen, wie zum Beispiel eine Krankheit der Nieren, feststellen. Werden diese Erkrankungen behandelt, verschwindet meist auch der erhöhte Blutdruck.

Die meisten Bluthochdruckpatienten leiden jedoch unter einer sogenannten "essentiellen" Hypertonie, für die es keine nachweisbaren organischen Ursachen gibt. Die Neigung zu erhöhtem Blutdruck ist oftmals familiär, d.h. genetisch, bedingt. Kommen dann noch äußere Faktoren wie Übergewicht, vermehrter Alkoholgenuß, Bewegungsmangel und Streß dazu, manifestiert sich der Bluthochdruck.  Erste Anzeichen für einen hohen Blutdruck können z.B. Schwindel, Kopfschmerzen, Atemnot oder Müdigkeit sein. Zur frühzeitigen Diagnose ist allerdings nur die Blutdruckmessung geeignet, da die Symptome nicht unbedingt auftreten müssen. Bluthochdruck erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, da sich auf Dauer Ablagerungen in den Gefäßen (Arteriosklerose) bilden. Dadurch verengen sich diese und der Herzmuskel muß ständig stärker arbeiten. 

Wer bereits unter zu hohem Bluthochdruck leidet, wird ohne medikamentöse Behandlung meist nicht auskommen. Gerade bei leichteren Formen stehen hier mit pflanzlichen Produkten wirksame und gut verträgliche Produkte zur Verfügung. In schweren Fällen ist jedoch unter Umständen die Einnahme von stärkeren chemischen Medikamenten nicht zu vermeiden.

Vorbeugende Maßnahmen gegen Bluthochdruckrisiko:

  • vorhandenes Übergewicht durch eine gezielte Diät abbauen 
  • Ernährung umstellen: Fischöl und pflanzliche Fette, die sogenannten ungesättigten Fettsäuren, wirken dem Bluthochdruck entgegen 
  • Alkoholkonsum einschränken.  Auch Rauchen schadet den Gefäßen. 
  • Streß vermeiden, denn Aufregung und Ärger treiben den Blutdruck noch zusätzlich in die Höhe. 
  • unter Umständen helfen Entspannungstechniken und regelmäßige körperliche Bewegung, das Herz-Kreislauf-System in Schwung zu halten. 
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Immunsystem 
Immunsystem - Um zu verhindern, daß wir ständig krank sind, hat der menschliche Organismus die Fähigkeit, zwischen körpereigenen und körperfremden Stoffen zu unterscheiden. 

Dringen körperfremde Stoffe, z.B. Bakterien oder Viren, in den Körper ein, so schlägt das Immunsystem zu. Es werden sogenannte Abwehrkörper mobilisiert, die den Kampf gegen den Eindringling aufnehmen. Dabei unterscheidet man zwischen der unspezifischen Abwehr, zu denen die weißen Blutkörperchen (Granulozyten), die Freßzellen (Phagozyten) und andere chemische Schutzstoffe gehören. Diese unspezifische Abwehr wird uns bereits in die Wiege gelegt und ist von Geburt an vorhanden. Oftmals gelingt es schon dieser unspezifischen Abwehr die eingedrungenen Erreger unschädlich zu machen.

Bei der spezifischen Abwehr, die erst im Laufe des Lebens erworben wird, bildet das Immunsystem als Antwort auf einen körperfremden Stoff sogenannte Antikörper, die speziell gegen diesen Stoff vorgehen. Zu dieser Abwehrtruppe gehören die Lymphozyten und Killerzellen. Sie sind auf einen bestimmten Erreger spezialisiert. Häufig merkt sich der Körper, wie er einen Fremdkörper, mit dem er einmal Kontakt hatte, am besten  bekämpfen kann. Kommt es dann zu einem erneuten Eindringen, kann das Immunsystem sehr schnell reagieren, so daß der Eindringling keine Chance mehr hat.

Das Prinzip der spezifischen Abwehr macht man sich auch bei der Schutzimpfung zunutze. Denn hier wird ein genau definierter Erreger in extrem geringer Menge in den Körper eingebracht, die jedoch ausreichend ist, die Bildung von Antikörpern zu veranlassen. Kommt die geimpfte Person nach erfolgter Impfung mit dem Erreger in Berührung, so weiß der Körper bereits, wie er dagegen vorgehen muß und ist damit immun gegen diese Erkrankung.

Nicht immer ist unser Immunsystem so leistungsfähig, wie wir das gerne hätten, denn es kann durch ganz verschiedene Faktoren beeinträchtigt werden. Dazu gehören z.B ein übermäßiger Konsum von Genußmitteln, wie Alkohol und Nikotin sowie auch eine ungesunde Ernährungs- und Lebensweise, Streß und bestimmte Arzneimittel, die das Immunsystem schädigen. Ausgewogerne Ernährung und regelmäßige Bewegung bzw. sportliche Betätigung sind für ein funktionierendes Immunsystem unerläßlich.

Die Folgen eines geschwächten Immunsystems: Die Leistungsfähigkeit ist stark eingeschränkt, man fühlt sich müde, ausgelaugt und ist sehr anfällig für die verschiedensten Arten von Erkrankungen, insbesondere für Erkältungskrankheiten. 

 

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Inkontinenz
Inkontinenz - Mit dem medizinischen Begriff Inkontinenz wird der Verlust der Fähigkeit bezeichnet, Urin und Stuhl bewußt zurückzuhalten und den Zeitpunkt der Entleerung selbst zu bestimmen. 

Wenn von Inkontinenz die Rede ist, ist in erster Linie die Harninkontinenz gemeint. Sie kann verursacht werden beispielsweise durch ein Prostataleiden, eine Blasenentzündung, Blasensteine, Vaginitis oder Uterusvorfall. Am häufigsten findet sich die Urin-/Stuhlinkontinenz im Alter bei Patienten mit Leiden im zentralen Nervensystem.

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Magenbeschwerden
Magenbeschwerden machen sich meist durch ein unangenehmes Druck- und Völlegefühl in der Magengegend bemerkbar, die sich bis zu starken Schmerzen steigern können. Ein dumpfer, drückender Schmerz ist charakteristisch für eine Verdauungsstörung, starke, stechende Schmerzen, die nur periodisch auftreten, können ein Hinweis auf ein Magengeschwür sein .

Halten die Beschwerden über einen längeren Zeitraum an oder sind die Schmerzen sehr stark, so sollte ein Arzt, der sich auf Erkrankungen des Verdauungstraktes spezialisiert hat, hinzugezogen werden. Erst wenn die genaue Diagnose feststeht, kann eine gezielte Behandlung eingeleitet werden.

Oft sind die Ursachen jedoch bekannt - und wer einmal beim Essen über die Strenge geschlagen hat, ansonsten jedoch nicht mit Magenproblemen behaftet ist, wird sich wohl mit seinem rebellierenden Magen abfinden müssen.

Menschen, die einen "empfindlichen" Magen haben, wissen oft sehr genau, worauf er reagiert. In solchen Fällen kann es unter Umständen sinnvoll sein, den Magen durch mild wirkende natürliche Heilmittel oder Verdauungsenzyme, zu unterstützen. Stärker wirkende Medikamente sollten nur auf Anweisung des Arztes eingenommen werden.

Generell gilt, daß fette Speisen dem Magen zu schaffen machen, während eine ausgewogene, ballaststoffreiche Ernährung das Verdauungssystem positiv beeinflußt. Auch Alkohol und Nikotin sind Gift für den Magen, insbesondere dann, wenn die Magenschleimhaut schon angegriffen ist. Da die Verdauung bereits im Mund beginnt, entlastet es den Magen, wenn jeder Bissen gründlich gekaut und eingespeichelt wird.

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Mangelernährung  -   Mangelerscheinungen
Mangelernährung - Die meisten betagten Menschen essen zu wenig. Dies führt zu einem schlechten Ernährungsstand und kann Auslöser ernährungsbedingter Krankheiten sein wie z.B. Diabetes, Bluthochdruck, Leberprobleme, Herz-Kreislauf-Erkrankungen etc. 
 
Die falsche Ernährung  - zu viel Fett, zu wenig Eiweiß und Kohlehydrate ebenso wie zu wenig Flüssigkeit, Mangel an Proteinen, Vitaminen Spurenelementen und essentiellen Fettsäuren -  schädigen das Immunsystem, verhindern bei Krankheit eine schnelle Gesundung und führen zu einer hohen Sterblichkeitsrate im Alter. 
Ca. 50% aller geriatischen Patienten sind mangelernährt !!
für mehr Info anklicken

Mangelerscheinungen -  Krankheitszustände, die entweder durch das Fehlen von lebensnotwendigen Mineralstoffen/Vitaminen oder durch ein ungünstiges Verhältnis dieser Stoffe bedingt sind bzw. begünstigt werden.

Mangelerscheinungen sind beispielsweise an folgenden Symptomen erkennbar:

  • allgemeine Schwäche
  • Abgeschlagenheit
  • Gewichtsverlust
  • Immunschwäche
  • Konzentrationsschwäche
  • ständige Müdigkeit
  • Muskelschwäche, -schmerzen, - krämpfe
  • Geschmacks- und Geruchsveränderungen
  • Schmerzen und Schwäche in den Beinen 
  • Demenz
  • Knochen- und gelenkschmerzen
  • schlechte Wundheilung
  • trockene Haut
  • Austrocknung von Schleimhäuten
  • Blutarmut
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Morbus Bechterew
Morbus Bechterew - ist eine schmerzhafte, rheumatische Erkrankung,  vor allem an der Wirbelsäule.  Entzündungen der Wirbelgelenke und der Gelenke zwischen Wirbeln und Rippen führen durch verknöchernde Überbrückung der Gelenke und des Bandapparates zu partieller oder im Endstadium vollständiger Versteifung oft in mehr oder weniger nach vorn gebeugter Haltung. Die Ursache der Erkrankung ist bisher unbekannt. Als Krankheitsauslöser werden Infektionen durch Viren oder bestimmte Darmbakterien sowie Streß vermutet.

Nach heutiger Schätzung sind ca. 150.000 Personen in Deutschland an Morbus Bechterew erkrankt. Die Krankheit befällt Männer und Frauen hauptsächlich zwischen dem 15. und 30. Lebensjahr. 

 

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Multiple Sklerose (MS)
Multiple Sklerose (MS) ist eine entzündliche Erkrankung des Nervensystems, die meist im frühen Erwachsenenalter beginnt.  MS ist weder ansteckend, tödlich, noch erblich.

Je nach Krankheitsverlauf  können dauerhafte Beeinträchtigungen auftreten. In einzelnen Fällen kann die Krankheit innerhalb weniger Jahre zu schwerer Behinderung führen.
Bei einer Vielzahl von Erkrankungen ist der Verlauf gutartig: die anfänglich auftretenden Krankheitszeichen bilden sich in der Regel fast alle vollständig wieder zurück - es kommt weitgehend zu einer Abheilung der entzündlichen Herde.

Die Ursache der MS ist noch nicht geklärt. Man nimmt an, daß der MS ein ganzes Ursachenbündel zugrunde liegt, wobei das Immunsystem eine zentrale Rolle spielt. Das Erscheinungsbild der MS ist allerdings sehr vielgestaltig, weshalb die meisten Anfangsbeschwerden auch durch andere Krankheiten verursacht werden können. 

Die Adresse des Bundesverbandes Multiple Sklerose Erkrankter:

DMSG Bundesverband e.V.
Vahrenwalder Str. 205-207
30165 Hannover
Tel.: 05 11/9 68 34-0
Fax: 05 11/9 68 34-50
www.dmsg.de
 

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Die Nieren
Die Nieren sind als Ausscheidungsorgane dafür zuständig, Harnstoff, Harnsäure und Kreatinin aus dem Blutplasma auszufiltern und daraus den eigentlichen Harn zu bilden. Das ist eine gewaltige Aufgabe, denn in einer Minute fließt etwa ein Fünftel der Gesamtblutmenge durch die Niere, um dort gefiltert zu werden. Dabei werden im Verlauf von 24 Stunden 150 Liter sogenannter Primärharn gebildet, wovon schließlich 1,5 Liter Endharn übrigbleiben, der dann ausgeschieden wird.

Ist die Niere in ihrer Funktion beeinträchtigt, z. B. bei einer Nierenentzündung, kann sie ihrer Ausscheidungsfunktion nicht mehr oder nicht mehr in ausreichendem Maß nachkommen. Die Schlackenstoffe, die eigentlich von der Niere herausgefiltert werden müßten, häufen sich nun im Blut an. Ebenso kann auch die Wasser-, Salz- und Säureausscheidung unzureichend sein. Deshalb führt ein Nierenversagen häufig zu Wassersucht, also zu Einlagerungen von größeren Wassermengen im Gewebe (Ödemen), so daß unter Umständen die Einnahme von Diuretika notwendig werden kann.

Auch die Nierensteine sind letztlich das Produkt einer gestörten Nierentätigkeit, denn sie entstehen unter anderem dadurch, daß zuviel Harnsäure abgelagert wird. Deshalb kann hier ausreichendes Trinken vorbeugend wirken, weil dann die Abbaustoffe besser ausgeschwemmt werden.

Ist die Niere - gleich aus welchem Grund - nicht mehr in der Lage, die Stoffwechselprodukte aus dem Blut herauszufiltern, ist die Dialyse oftmals die einzige Möglichkeit, um zu verhindern, daß sich immer mehr Abfallprodukte im Blut anreichern und schließlich den Körper regelrecht vergiften.

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Onkologie
Onkologie - ( Lehre von den Geschwülsten) Pflege von krebskranken Patienten. Dazu gehören u.a.Schmerzbehandlung, Behandlung von therapie- induzierten Problemen wie Übelkeit und Erbrechen, Müdigkeit, Schlafstörungen, Hautveränderungen etc.
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Pankreas
Pankreas, wie die Bauchspeicheldrüse geannt wird, hat zwei Aufgaben, die für den Körper überaus wichtig sind: In den sogenannten Langerhans-Inseln werden die Hormone Glucagon und Insulin gebildet, und gleichzeitig produziert die Bauchspeicheldrüse jeden Tag etwa einen Liter Bauchspeichel.

Diese Drüsen, die den Speichel bilden, und die Langerhans-Inseln sind so eng miteinander verbunden, daß eine Störung des einen Organteils oftmals eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit des anderen bedingt.

Die Langerhans-Inseln bestehen unter anderem aus A-Zellen, die das Glucagon bilden und B-Zellen, die für die Insulinproduktion verantwortlich sind. Während das Glucagon den Blutzuckerspiegel erhöht, ist das Insulin in der Lage, diesen wieder zu senken. Insofern ist verständlich, daß ein Ausfall oder eine verminderte Leistung dieser Zellen zu Störungen im Blutzuckerspiegel führen, die im allgemeinen unter dem Überbegriff Diabetes mellitus zusammengefaßt werden.

Damit die Verdauung richtig funktioniert, ist der Verdauungssaft, den die Bauchspeicheldrüse produziert, unerläßlich. Die Sekretion der Bauchspeicheldrüse steht in engem Zusammenhang mit der Magentätigkeit, so daß es bereits bei der Nahrungsaufnahme zu einer vermehrten Freisetzung von Enzymen kommt. Die Bauchspeicheldrüse liefert nämlich Enzyme, die für die Verdauung von Fetten, Eiweiß und Kohlenhydraten notwendig sind, wobei der Fettaufspaltung durch die Pankreaslipasen besondere Bedeutung zukommt. Trypsin und Chymotrypsin sind für die Aufspaltung von Eiweiß zuständig.

Werden diese Enzyme nicht in ausreichender Menge produziert, so können die Nahrungsbestandteile nicht mehr richtig verdaut werden, und es kommt insbesondere zu einer Störung bei der Fettverdauung. Ursache für eine solche Störung können akute oder chronische Entzündungen der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) sein. Ist die Bauchspeicheldrüse nicht in der Lage, ausreichend Enzyme zu bilden, so spricht man von einer Pankreasinsuffizienz.

Bei Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse kann neben dem Hausarzt ein Arzt, der sich auf dem Gebiet der Gastroenterologie (Erkrankungen des Verdauungsapparates) spezialisiert hat, eine genaue Diagnose stellen und dann eine geeignete Behandlung einleiten.

 

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Paraplegia
Paraplegia - eine von der Art der Querschnittsverletzung abhängige Lähmung durch Ausfall motorischer u. sensibler Leitungsbahnen des Rückenmarks verbunden mit z.B. Muskulaturausfall, Ausfall des Berührungsempfindens, des Lagegefühls, des Vibrationsempfindens, Schmerz- und Temperaturunempfindlichkeit.
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Qualitätssiegel 
-Ziel ist der Verbraucherschutz und die Qualitätssicherung in der ambulanten und stationären Pflege. Dazu an anderer Stelle mehr.
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Schluckstörungen 
Beim Schluckvorgang betätigen wir mehr als 35 Muskeln, die mehr als 1000 mal täglich beansprucht werden. Dies geschieht mehr oder weniger unbewußt und wird erst dann wahrgenommen, wenn Beschwerden bzw. Probleme auftreten.

Die Ursachen sind zahlreicher Natur und Folge von altersbedingten körperlichen Veränderungen und im Zusammenhang mit unterschiedlichen Krankheiten zu sehen:

  • nach einem Schlaganfall
  • bei Schüttellähmung, Diabetes mellitus, Demenz
  • Zungenabszesse, Verengungen der Speiseröhre und des Rachenraums
  • Mangelernährung mit daraus resultierenden Muskelabbau
  • Nebenwirkungen von Medikamenten
Durch ungenügende Muskelkoordination kommen Speisen in die Luftröhre. Menschen mit Schluckstörungen entwickeln Angst und versuchen so wenig wie möglich zu schlucken. Sie verlieren die Lust am Essen und Trinken, nehmen immer weniger Mahlzeiten zu sich mit dem Resultat, daß sich durch Mangelernährung und zu geringer Flüssigkeitsaufnahme die Probleme verstärken.

Eine genaue Diagnose durch den Arzt ist notwendig, Schlucktrainings mit Hilfe von Logopäden und die richtige Konsistenz der Lebensmittel können helfen. Angedickte Speisen und dickflüssige Getränke ( angedickte Spezialgetränke oder geschmacksneutrale Pulver zum Andicken) sind zu empfehlen und sollten bevorzugt werden. s. auch Ernährung

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Sterbebegleitung 
In seiner letzten Lebensphase bedarf der Sterbende einer intensiven Betreuung - nicht nur in bezug auf erforderliche Therapien (z.B. Schmerzbehandlung), insbesondere die emotionale, psychische Betreuung unter Einbezug von Angehörigen, Hausarzt, Seelsorger, Pflegekräfte, Therapeuten.

Versorgung des Patienten nach seinem Tod unter Mithilfe von Angehörigen und Betreuung (auch nachgehende Betreuung) der Angehörigen.
 

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Stoma
Stoma - (dt. Öffnung) häufiger als künstlicher Darmausgang bezeichnet. Unterscheidungen werden getroffen je nachdem ob Dick- oder Dünndarm betroffen ist. Es kann sich dabei um eine temporäre (zeitlich begrenzt) oder definitve (dauerhafte) Anlage handeln.

Angeborene Fehlbildungen, Funktionsstörungen oder operative Entfernung der Harnblase indizieren ebenfalls einen Blasenersatz oder Kathetereinsatz.
 

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Tracheostoma 
Tracheostoma - Öffnung der Luftröhre nach außen
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Tremor     -      Parkinson 
Tremor ist eine unwillkürliche Muskelbewegung (Zittern), auf die man keinen Einfluß hat. Tremor kann viele Ursachen haben - und nicht immer ist es krankhaft.  Zittern des Körpers kann sogar notwendig sein, wenn z.B. der Körper bei starker Auskühlung durch Muskelbewegungen versucht, den entstandenen Wärmeverlust auszugleichen. Auch psychische Extremsituationen, beispielsweise Schreck oder übermäßiger Streß, können zu solch unkontrollierbaren Muskelbewegungen führen. Auch hier liegt meist keine krankhafte Ursache zugrunde.

Immer wieder kann man beobachten, daß ältere Menschen ein wenig zittern. Dies beruht auf den normalen Alterungsvorgängen des Gehirns und kann somit zu den Altersbeschwerden gezählt werden. Ist das Zittern in diesen Fällen nicht so stark ausgeprägt, daß es den Betroffenen beeinträchtigt, ist eine Behandlung meist nicht notwendig.

Anders sieht die Sache aus, wenn speziell einzelne Körperabschnitte von wahren Zitteranfällen geplagt werden. Dahinter verbirgt sich häufig eine Erkrankung des Nervensystems. Eine Erkrankung, deren Hauptsymptom ein in Ruhe auftretender Tremor ist, ist die Parkinson-Krankheit. 

Parkinson ist eine komplexe Krankheit (Gehirnentzündung) des Zentral-Nerven- Systems mit individuellem Verlauf, die Schüttellähmung, Zittern, Starre der gesamten Körpermuskulatur, steife und instabile Körperhaltung, langsame Bewegungen, etc. verursacht. Als Ursachen werden z.B.  Vererbung, Einflüsse durch Unfälle, Einwirkung von Umweltgiften, Virusinfektion (epidemische Encephalitis) genannt.

weitere Informationen:

www.parkinson-net.de

Nicht unerwähnt bleiben soll, daß Zittern auch bei Vergiftungen und Alkoholmißbrauch auftreten kann. Und auch eine Schilddrüsenüberfunktion führt charakteristischerweise zum Zittern, insbesondere der Augenlider und der Hände.

Da in den meisten Fällen die Nerven in irgendeiner Form an der Erkrankung beteiligt sind, ist es sinnvoll, bei länger anhaltendem Zittern einen Arzt aufzusuchen. 
 

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Ulcus 
Ulcus ist der medizinische Fachbegriff für Geschwüre. Geschwüre können an Haut und Schleimhäuten vorkommen. 

Häufig kommt es vor, daß die Begriffe Geschwür und Geschwulst miteinander verwechselt werden. Doch haben beide nichts miteinander zu tun. Bei einem Geschwür kommt es zu einem Substanzverlust von Haut oder Schleimhäuten,  eine Geschwulst ist eine Neubildung von Gewebe.

Es gibt verschiedene Arten von Geschwüren:  So kommt es z.B. im Bereich alter Narben recht häufig zur Geschwürbildung. Dies ist darauf zurückzuführen, daß Narben oftmals schlecht durchblutet werden, was zu einer Schädigung des Gewebes in diesem Bereich führt.

Ein Geschwür, das durch die Störung der Blutzirkulation verursacht wird, ist das Krampfader-Geschwür. In diesem Fall beginnen sich bereits bestehende Krampfadern entzündlich zu verändern. 

Das Magengeschwür ist  ein Geschwür, das im Körperinneren an der Magenschleimhaut lokalisiert ist. Solche Geschwüre, die übrigens fast überall im Magen-Darm-Trakt auftreten können, kommen meist durch eine länger andauernde Reizung oder Schädigung der Schleimhäute zustande.

Problematisch an den Geschwüren ist, daß sie schlecht abheilen. Oftmals nässen sie wochen- oder monatelang, und unter Umständen kommt es noch zusätzlich zu Entzündungen.

In leichteren Fällen können Umschläge, Einpinselungen oder Verbände mit Naturheilmitteln hilfreich sein. Bei ausgedehnten Entzündungen bzw. Infektionen ist häufig der Einsatz von Antibiotika oder anderen chemischen Präparaten nicht zu umgehen.

Um zu verhindern, daß das Geschwür sich ausdehnt oder Komplikationen auftreten, sollte rechtzeitig ein Arzt aufgesucht werden. 
 

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Beinvenen

 
Beinvenen sind Blutgefäße, in denen das Blut aus den Beinen entgegen der Schwerkraft zum Herzen transportiert wird. Allein wären die Gefäße dazu nicht in der Lage. Deshalb werden sie von der sogenannten Muskel-Venen-Pumpe bei ihrer Arbeit unterstützt. Dies geschieht, indem bei jeder Bewegung die Beinmuskeln auf die Venen drücken und so helfen, das Blut in Richtung Herz zu befördern. Damit das Blut nicht infolge der Schwerkraft wieder in die Beine zurückfließt, sind Venenklappen dazwischengeschaltet, die das Blut nur in einer Richtung passieren lassen.

Funktioniert diese Muskel-Venen-Pumpe nicht ausreichend, so staut sich das Blut in den Venen; der Druck auf die Venenwände verstärkt sich. Im Lauf der Zeit werden diese Wände durchlässig, so daß Bestandteile des Blutes in das umgebende Gewebe austreten. Der Betroffene merkt dies daran, daß es zu einer Schwellung und einem Schweregefühl in den Beinen kommt. Dieses Anschwellen der Beine wird fachsprachlich als Ödem bezeichnet. Häufig werden die überbeanspruchten Venen als bläulich gefärbte Stränge in der Haut, als  Krampfadern, sichtbar.

Verursacher eines solchen Krampfadernleidens ist häufig mangelnde Bewegung, da dann die Muskel-Venen-Pumpe nicht richtig funktionieren kann. Außerdem besteht bei vielen Betroffenen eine erbliche Veranlagung. Auch das Alter spielt eine Rolle, denn die Venen sind in fortgeschrittenen Jahren den Beanspruchungen nicht mehr so gewachsen wie in der Jugend. Daß Krampfadern aber nicht als reine Altersbeschwerden bezeichnet werden können, zeigt die Tatsache, daß sie sich häufig auch in besonderen Belastungssituationen, wie beispielsweise einer Schwangerschaft, ausbilden.

Wenn man häufiger Schmerzen in den Beinen haben oder diese anschwellen, so kann dies ein frühes Warnsignal eines Venenleidens sein. Das gilt auch für nächtlich auftretende Wadenkrämpfe. In diesen Fällen sollte vorsorglich ein Arzt aufgesucht werden.

Vorbeugend kann etwas für die Gesundheit der Venen getan werden:

  • ausreichende Bewegung
  • bei schweren Beinen sollte Sie immer mal wieder für einige Minuten die Beine hochlegen
  • Übergewicht vermeiden 
  • mehrmals pro Tag für einige Minuten Gymnastik betreiben z.B.Beinkreisen
  • Wasseranwendungen wie Knieguß oder Wassertreten 
  • wann immer die Möglichkeit besteht, barfuß gehen
  • wenig Kochsalz verwenden, weil dadurch Wasser im Gewebe gebunden wird 
  • Alkohol- und Nikotinkonsum reduzieren, denn diese beiden Stoffe verursachen bleibenden Schäden im Blutkreislauf
  • bei bestehenden Problemen hohe Temperaturen, wie z.B. beim Baden in sehr warmem Wasser oder die Hitze in der Sauna, meiden. Auch vor direkter Sonneneinstrahlung Beine schützen.
Im frühen Stadium einer Venenerkrankung werden mit pflanzlichen Medikamenten sehr gute Erfolge erzielt. Sie enthalten Wirkstoffe, die die Venen kräftigen, die Gefäße abdichten und somit der Entstehung von Ödemen entgegenwirken.

In fortgeschrittenen Fällen wird der Arzt unter Umständen einen Kompressionsstrumpf oder Kompressionsverband verordnen, der durch eine Erhöhung des Drucks im Gewebe die Arbeit der Muskel-Venen-Pumpe fördert. Eine Behandlungsmöglichkeit bei kleinen, noch oberflächlichen Krampfadern ist auch die Verödung. Dabei werden Mittel in die Gefäße eingespritzt, die die Gefäßwände miteinander verkleben lassen. In schweren Fällen kann eine Operation, das sogenannte Stripping, bei dem die Krampfadern chirurgisch entfernt werden, nötig werden.

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Verstopfung
Eine gute Verdauung ist wichtig für das Wohlbefinden. Bei weniger als drei Darmentleerungen pro Woche spricht man von Obstipation oder Verstopfung. Verstopfung bedeutet eine verzögerte, verringerte Darmentleerung, die mit erheblichen Beschwerden verbunden ist. Viele Senioren leiden schon jahrelang unter Verstopfung, da von den meisten die empfohlene Ernährungsumstellung auf ballaststoffreiche Kost als zu schwierig empfunden wird oder nicht schnell genug zum Erfolg führt. Deshalb wird oft zu Abführmitteln gegriffen, wodurch das Problem sich aber noch verstärkt.

Es gibt viele Gründe, warum Verstopfung im Alter ein weit verbreitetes Problem ist:

  • Ernährung

  • Appetitlosigkeit führt zu einer geringeren Nahrungsaufnahme
    nachlassendes Durstgefühl hat zur Folge, daß zu wenig getrunken wird - der Stuhl wird nicht genügend durchfeuchtet
    Ballaststoffarme Kost reduziert das Stuhlvolumen und beeinflußt das gesunde Verhältnis der Darmbakterien
  • Bewegung

  • mangelnde Bewegung wirkt sich egativ auf die regelmäßige Verdauung aus
  • Medikamente

  • einige Arzneimittel haben verstopfende Eigenschaften als Nebenwirkung  (z.B. Schmerzmittel, Antidepressiva, Herzmittel)
  • Umwelt

  • unser Körper reagiert auf belastende Umwelteinflüsse u.a. auch mit Verstopfung
  • Krankheiten

  • neben altersbedingten Veränderungen im Verdauungstrakt gibt es auch verschiedene Darmerkrankungen, die Verstopfung mit sich bringen
Verstopfungsproblemen kann man durch ballaststoffreiche Ernährung, ausreichende Flüssigkeitszufuhr (mind. zwei Liter Flüssigkeit pro Tag) und durch ausreichende Bewegung vorbeugen. s. auch Ernährung
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Wechseljahre
Wie der Begriff ganz richtig ausdrückt, sind die Wechseljahre der Zeitraum, in der die Fortpflanzungsfähigkeit der Frau langsam erlischt, weil die Eierstöcke nach und nach die Hormonproduktion einstellen. Dieser Vorgang erstreckt sich über mehrere Jahre. Bei manchen Frauen beginnt es schon mit Ende dreißig, bei anderen erst mit fünfzig Jahren. Ihren Abschluß finden die Wechseljahre mit der letzten Periodenblutung, der sogenannten Menopause.

Da während der Wechseljahre die Funktion der Eierstöcke immer weiter eingeschränkt wird, werden zuwenig Hormone, vor allem zuwenig Östrogene, produziert. Die Hypophyse, ein Teil des Gehirns, das die Hormone steuert, stellt fest, daß die Östrogene nicht ausreichen, und produziert nun ihrerseits Hormone, um die Eierstöcke zu einer vermehrten Hormonbildung zu veranlassen. Dieses Ungleichgewicht führt zu den typischen Wechseljahrbeschwerden.

Neben der Tatsache, daß der monatliche Zyklus oftmals seine gewohnte Regelmäßigkeit verliert, sind sicher die Hitzewallungen am häufigsten, unter denen viele Frauen mehr oder weniger stark leiden. Andere klagen über Schwindelanfälle, Herzklopfen, Schlafstörungen sowie Muskel- und Gelenkschmerzen. Zum Glück sind all diese Erscheinungen nicht gefährlich und verschwinden spätestens am Ende der Wechseljahre wieder von allein. Dennoch kann eine Frau in ihrer Leistungsfähigkeit dadurch soweit eingeschränkt sein, daß eine Behandlung notwendig wird.

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